Den Schutzmantel anziehen

Dies ist eine Übung zur Stärkung des Selbstwertgefühls und zur emotionalen Abgrenzung.

 

Es gibt Situationen und Phasen im Leben, wo du dich verletzlich und unsicher fühlst. Auch können bestimmte Menschen und Situationen Emotionen bei dir auslösen, denen du dich stark ausgeliefert fühlst. Hierfür gibt es eine wirksame Imaginationsübung, die dich stärkt und dich in eine distanziertere Haltung bringen kann, wodurch du dich sicherer und präsenter fühlen kannst.

 

Hier die Übung:

 

Stell dir einen schützenden Mantel vor, den du zu jeder Gelegenheit anziehen kannst, wenn du ihn brauchst. Stell ihn dir genau vor: Welches Material hat er? Ist er schwer oder federleicht? Welche Farbe hat er?  Dieser Mantel hat die Eigenschaft, nur positive Gefühle, Gedanken und Worte an dich heran zu lassen. Alles Schwere, Überfordernde, Druckmachende und Verletzende bleibt draußen und kann dich nicht erreichen.

 

Visualisiere vor deinem inneren Auge, wie du diesen Schutzmantel nun anziehst. Lege ihn so an, dass du genug Raum zum Atmen hast und genug Bewegungsfreiheit. Achte darauf, dass er vor allem vor deinem Brustraum gut verschlossen und dicht ist. Nimm jetzt diesen Schutzmantel um dich herum ganz bewusst war. Wie fühlt es sich an, ihn zu tragen? Kannst du den Schutzraum um dich herum spüren? Merkst du, wie bestimmte Dinge nicht mehr zu dir vordringen können? Wie bestimmte Emotionen draußen bleiben und von ihm abprallen? Fühlst du, wie Sicherheit und Entspannung sich in deinem Körper ausbreiten können?

 

Atme ruhig und gleichmäßig in deinen Unterbauch hinein und nimm diese angenehme Wirkung wahr. Trage diesen Mantel sooft du willst. Stell dir vor, du hast ihn immer bei dir, wie ein Regencape, was du bei Bedarf aus der Tasche ziehst und anziehen kannst. Du kannst auch ein Symbol oder einen Gegenstand suchen, der dich an deinen Schutzmantel im Alltag erinnern soll-damit du ihn zur Verfügung hast, wenn du ihn brauchst.

 

 

Weitere hilfreiche Übungen zur inneren Sicherheit und Stärkung findest du in dem Buch von Luise Reddemann: „Imagination als heilsame Kraft“

 

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